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Life Gossip

Schüttel deinen Speck – Der Mensch muss mehr tanzen …

Ja, das finde ich tatsächlich. Tanzen ist wunderbar. Ich wurde mir dessen auch gerade erst vor einigen Stunden bewusst. Nämlich als ich völlig spontan entschloss (nicht gerade eine Tugend von mir, außer es geht um Klamottenkäufe, da bin ich sowas von spontan, quasi super duper kurzentschlossen), endlich mal wieder wie eine Verrückte durchs Wohnzimmer zu springen um auch das kleinste von den größeren Speckröllchen ordentlich zum Schwingen zu bringen. Schüttel deinen Speck, schü, schü, schüttel deinen Speck!

Was für eine Inspiration! Vielleicht steh ich ja schon morgen wieder auf der Bühne …

Hier in Shanghai, besonders im Winter, ist man oft nahe dran in eine kleine Depression zu verfallen, bei einem wochenlangen grau- in grauem Himmel, meist ungesunder Luft und eher weniger Lust und Möglichkeiten (bis auf die tägliche Fitnessstudioroutine) für Outdooraktivitäten (Smog, keine geliebten Berge, die man erklimmen kann, sehr wenig Natur!), muss man da schon erfinderisch werden.

 

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Damit meine chinesischen Mitmenschen allerdings nicht das Schlechteste von mir denken, habe ich für den nötigen Sichtschutz gesorgt und heute mal vorsichtshalber ein, zwei Vorhänge zugezogen. Eine gute Portion Selbstbewusstsein soll ja nicht dazu missbraucht werden, um andere vor den Kopf zu stoßen aka sich zum Gespöt des gesamten Compounds zu machen, weil man im Pyjama, wie verrückt herumhüpft und sich vom Nachbarfenster gegenüber aus betrachtet, zugegeben mehr als merkwürdig verhält. Schließlich hält es sich bei besagtem Tanzen nicht um Standardtänze, nicht das ich euch überhaupt welche nennen könnte, außer vielleicht den in Österreich allseits bekannten Wiener Walzer.

 

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Ich schwöre auf Freestyle in völliger Eigenkreation, fürs richtige und klassische Tanzen habe ich mich noch nie interessiert, ich habe nie einen Tanzkurs besucht, obwohl sich das meine Mutter, als ich im Tanzschulfähigem-Alter gewesen bin, bestimmt sehr gewünscht hätte, weil man das eben einfach macht und einen dieses Können vor eventuellen Blamagen bewahrt. Klar bin ich beim Weggehen am Abend nach einem kleinen Schwips auch irgendwie auf der Tanzfläche gestanden und habe versucht mich einigermaßen gesellschaftsgetreu zu bewegen, wobei die meisten eh schon so einen im Tee hatten, dass auch das schon egal war. Ihr seht also, richtig viel übrig hatte ich fürs Tanzen nie, es blieb beim Schunkeln oder bei steigendem Alkoholspiegel beim unkoordinierten Herumspringen, wohl zum Leidwesen vieler wahrer Tanzbegeisterter oder der extra coolen Leute, die sich niemals nie so gehen lassen hätten, geschweige denn sich dermaßen lächerlich verhalten hätten.

 

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Jedenfalls kam heute morgen ein richtig cooler Song im Internetradio, so ein Gute-Laune-Ding, keine Ahnung wie der Titel oder der Interpret hieß. Aber ich shakte plötzlich mit vollem Körpereinsatz, einem richtig sonnigen Gemüt und unerschütterlich großer Begeisterung ab. In dem Moment kam ich mir vor wie, Beyoncé, J. Lo oder wie sie alle heißen, höchstpersönlich und wäre ich der Zuschauer meines Auftritts gewesen, hätte ich das bestimmt richtig toll gefunden und meine Freude mit tosendem Applaus zum Ausdruck gebracht. Weil es richtig viel Spaß machte, den Kreislauf ankurbelte, einen Haufen Energie freisetzte und die Laune hebte. Plötzlich war es gar nicht mehr sooo schlimm, dass es draußen diesig war.

 

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Kurzum Menschen die sich beim Tanzen unter Beobachtung genauso gut fühlen und bewegen können wie alleine, weil sie dabei von ganzem Herzen/Körper ihren Gefühlen freien Lauf lassen, haben sowieso den Jackpot gezogen.

 

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Wir anderen „Für-sich-allein–im-einsamen-Kämmerchen-Tänzer“ haben aber die Möglichkeit in der eigenen Bude gegebenenfalls mit Sichtschutz diesem wunderbaren Hobby nachzugehen und sich frei zur Musik zu bewegen. Kleiner Tipp von mir, wenn möglich seinen Körper auf einem Teppich tanzen lassen, denn wer wie wir einen extra glatten Fliesenboden zuhause hat, läuft Gefahr sich ganz schnell aufgrund eines für niemals möglich gehaltenen Spagats oder eines gewaltigen Po-Platschers die Beine zu brechen. Wäre mir nämlich genau so heute fast passiert. Ihr wisst schon, wenn einen die Euphorie mal wieder überkommt.

Wer weiß, vielleicht kann ich mir das mit dem Tanzen wirklich beibehalten und freestyle auch im hohen Alter noch durch das Wohnzimmer, ich denke das hält bestimmt jung, fit und fröhlich. Lasst die Puppen oder am besten euch selbst tanzen, ihr Lieben!

 

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1 Kommentar

  1. find ich auch! mehr tanzen!! …gute Musik auflegen, und los geht´s! egal ob allein, mit Katze oder Liebsten! (ab und zu mit Söhnen….) 😉

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